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Marien-Stift beteiligt sich an Forschungsprojekt DeliDem-NH der Universität Oldenburg

Das Marien-Stift nimmt am Forschungsprojekt DeliDem-NH der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg teil. Das Projekt untersucht das Auftreten und den Verlauf von Delir bei Menschen mit Demenz in Altenpflegeeinrichtungen und läuft von August 2025 bis Juli 2028.

Delir ist ein akuter Verwirrtheitszustand, der vor allem bei älteren Menschen auftreten kann. In Altenpflegeeinrichtungen ist dieses Krankheitsbild bislang noch wenig erforscht, obwohl davon ausgegangen wird, dass es häufiger vorkommt, als bisher erkannt wird.

Häufig werden entsprechende Veränderungen fälschlich als Folge einer Demenz gedeutet, obwohl ein Delir dahinterstehen kann. Prof. Dr. Rebecca Palm von der Universität Oldenburg fragte Einrichtungsleiter Tobias Vormann (beide kennen sich aus dem Studium der Pflegewissenschaft) ob sich das Marien-Stift als Einrichtung an diesem wichtigen Forschungsprojekt beteiligen möchte. Das Marien-Stift sieht die Teilnahme als wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Versorgung und als Chance, einen bislang wenig beachteten Bereich der Pflege wissenschaftlich zu unterstützen. Im Rahmen des Projekts kommt der Masterabsolvent und Doktorand Vincent Molitor regelmäßig ins Haus. Er beobachtet und befragt über einen Zeitraum von etwa einem halben Jahr ausgewählte Bewohnerinnen und Bewohner, die zuvor anonymisiert ausgewählt wurden.

Ziel ist es, Hinweise auf ein mögliches Delir zu erkennen, mögliche Ursachen zu erfassen und den Verlauf genauer zu beschreiben. Wird im Verlauf der Beobachtungen ein Delir vermutet, wird der Hausarzt informiert, damit weitere diagnostische Schritte eingeleitet werden können. Denn ein Delir ist behandelbar, und eine frühzeitige Erkennung kann dazu beitragen, den Allgemeinzustand der Betroffenen deutlich zu verbessern.

Einrichtungsleiter Tobias Vormann betont, dass Angehörige nicht selten berichten, ihre Mutter, ihr Vater oder ihr Ehepartner verhalte sich im Heim ganz anders als zu Hause. Solche Veränderungen können sich in Rückzug, Unruhe oder ungewohntem Verhalten äußern und auf ein Delir hinweisen. Genau diese Beobachtungen sollen im Rahmen des Projekts wissenschaftlich genauer untersucht werden. Mit seiner Teilnahme an DeliDem-NH versteht sich das Marien-Stift als Teil eines wichtigen Forschungsverbunds, der dazu beitragen will, Delir bei Menschen mit Demenz künftig früher zu erkennen und besser zu behandeln. Die Einrichtung ist stolz darauf, an dieser bundesländerübergreifenden Studie mitzuwirken und damit einen Beitrag zur Verbesserung der Pflegepraxis zu leisten.

 

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